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Susanne Sargk

Eigentlich müssten wir zu Beginn des neuen Kita-Jahres alle eingewöhnen. 😉

Bei Kindern sprechen wir ganz selbstverständlich von Eingewöhnung.

Wir wissen: Sie brauchen Zeit, Beziehung, Sicherheit und verlässliche Menschen, um in einer neuen Umgebung anzukommen.

Aber was ist eigentlich mit allen anderen?

Da sind die neuen Eltern, die ihr Kind morgens in zunächst noch ziemlich fremde Hände geben sollen – und manchmal selbst nicht so genau wissen, für wen der Abschied gerade schwieriger ist.

Da sind neue Kolleginnen und Kollegen, die möglichst schnell herausfinden sollen, wie diese Kita tickt.

  • Wer macht was?
  • Welche Absprachen gibt es?
  • Was steht im Konzept – und wie läuft es tatsächlich?
  • Wen frage ich?

Und vor allem:

Warum darf ich auf gar keinen Fall die grüne Tasse nehmen? ☕😳

Willkommen in der wunderbaren Welt der ungeschriebenen Teamregeln. 😉

Und dann ist da das bestehende Team.

Es begleitet neue Kinder und Familien, arbeitet neue Kolleginnen und Kollegen ein, sortiert Gruppen neu, fängt erste Personalausfälle auf und versucht nebenbei, wieder in einen gemeinsamen Rhythmus zu kommen.

Und irgendwo mittendrin sitzt die Kita-Leitung und hört vermutlich spätestens am dritten Tag den Satz:

„Hast du mal ganz kurz Zeit?“

Wir wissen alle: Es ist nie ganz kurz.


Vielleicht sollten wir deshalb den Begriff Eingewöhnung zu Beginn eines Kita-Jahres ein bisschen größer denken.

  • Denn auch Teams müssen sich neu finden.
  • Neue Mitarbeitende brauchen Orientierung.
  • Eltern müssen Vertrauen entwickeln.
  • Und Leitungen brauchen Zeit, um Strukturen, Aufgaben und Menschen wieder miteinander in Einklang zu bringen.

Was dabei aus meiner Sicht häufig unterschätzt wird:

Ankommen ist keine Zeit, in der nebenbei schon alles perfekt funktionieren muss. Ankommen ist Arbeit.

Gerade in den ersten Wochen hilft deshalb oft weniger Aktionismus und mehr Klarheit:

  • Was muss jetzt wirklich funktionieren?
  • Was darf noch warten?
  • Wer braucht gerade besonders viel Unterstützung?
  • Und welche Erwartungen können wir für ein paar Wochen ganz bewusst etwas niedriger hängen?

Eine gute Eingewöhnung erkennt man schließlich auch bei Kindern nicht daran, dass sie möglichst schnell vorbei ist.

Warum sollte das bei Erwachsenen anders sein?


In diesem Sinne wünsche ich allen Kita-Teams einen guten Start ins neue Kita-Jahr. 🌱

Kommt gut miteinander an.

Seid ein bisschen nachsichtig miteinander.

Und an alle neuen Kolleginnen und Kollegen:

Finger weg von der grünen Tasse.

Warum?

Das erfahrt ihr vermutlich irgendwann. So ungefähr im November. ☕😂

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